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Wirtschaftsvertreter treffen Milliardenabkommen

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Beim Besuch von Kanzlerin Angela Merkel haben deutsche Wirtschaftsvertreter Abkommen in Milliardenhöhe in China getroffen. Airbus, Lufthansa, VW – nicht weniger große Namen sind hier zu nennen. VW baut sogar gleich zwei neue Werke in China. Hier ist es zwischen der Volkswagen AG und dem Chinesischen Automobilhersteller FAW zur Einigung gekommen. Pro Werk geht es um ein Investitionsvolumen von etwa einer Milliarde Euro! Geplant sind die Werke für Qingdao und Tianjian.

Der Grund für Merkels Besuch in China war vorrangig der Ausbau der Handelsbeziehungen zwischen Deutschand und China, es sollten allerdings auch Menschenrechtsthemen angesprochen werden. Hierzu äußerte sich die Kanzlerin öffentlich allerdings nicht.
Merkel sprach gegenüber der Chinesischen Regierung aus, dass sich die Deutsche Wirtschaft einen leichteren Zugang zum Chinesischen Markt wünsche. Mehr Transparenz und Gleichheit sei das Ziel.

Airbus durfte auch einen großen Deal verkünden. Unter Anwesenheit der deutschen Kanzlerin und des chinesischen Premiers Li Keqiang wurde die Lieferung von 100 Hubschraubern für umgerechnet rund 300 Millionen Euro beschlossen.

Ein weiteres Abkommen gab es zwischen der Lufthansa und Air China. Man möchte die Zusammenarbeit im Luftverkehr durch neue Angebote und Anschlüsse erweitern.

Die Deutsche Messe lud die Chinesen zur Computermesse Cebit 2015 als Gastland ein.

Die Chinesen befinden sich aktuell in einer schwierigen Wirtschaftslage. Ein Wachstum von 7,5% ist laut Ministerpräsident Li Keqiang in diesem Jahr das Ziel. Den Abwärtsdruck, mit dem China aktuell zu kämpfen hat, wolle man laut Li Keqiang trotzen. Durch Reformen und Öffnung wolle man weitere Impulse in die Chinesische Wirtschaft geben. Das scheint erfolgreich zu sein, so ist das Ziel von 7,5% im ersten Quartal nur um 0,1% verfehlt. Die Chinesische Wirtschaft wächst stabil und die Kreditvergabe an kleinere und mittlere Unternehmen solle in Zukunft vereinfacht werden, um den Aufschwung beizubehalten.

Am heutigen Montagmittag trifft Kanzlerin Merkel an Ihrem bislang längsten Besuch in China noch auf Staatspräsident Xi Jinping. Das ist dann Merkels zweite und letzte Station in China. Dienstag geht es wieder Richtung Heimat.

Klingt alles in allem nach einer recht erfolgreichen Reise, mit der die Kanzlerin im Bezug auf die deutsche Wirtschaft zufrieden sein darf. Was die Menschenrechte in China angeht, sieht das wohl noch ein wenig anders aus.

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