Wirtschaftssanktionen

Weitere Wirtschaftssanktionen gegen Russland

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Die Europäische Union hat sich auf eine erneute Runde von Wirtschaftssanktionen gegen Russland entschlossen. Ab sofort dürfen russische Banken keine Wertpapiere mehr in der EU an- und verkaufen, außerdem soll es ein Exportverbot von Waffen, Militärtechnik und Spezialgeräte zu Förderung von Erdöl geben. Zudem sollen auch künftige Rüstungslieferungen verboten werden. Ausgenommen ist der Erdgassektor, da Europa von Gaslieferungen aus Russland abhängig ist. Grund der Sanktion, ist die Haltung des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegenüber der prorussischen Separatisten der Ost-Ukraine. Sobald die Regierung in Moskau an einer Lösung der Ukraine – Krise interessiert ist, würde sich die EU bereit erklären, ihre Entscheidung abzuändern.

Der ausschlaggebende Punkt der erneuten Wirtschaftssanktionen war der Absturz der Malaysia-Airlines Maschine über Separatistengebiet in der Ukraine. Am 17. Juli kamen 298 Zivilisten auf ihrem Flug von der Niederlande nach Malaysia ums Leben. Kurz nach dem EU-Beschluss erweiterten auch die USA ihre Sanktionen gegen drei russische Banken : die Großbank VTB, die Russische Landwirtschaftsbank und die Bank of Moscow. Ab sofort sind Finanzierungsgeschäfte mit diesen Banken für US-Bürger verboten, teilte das Finanzministerium in Washington mit.

Für die deutsche Wirtschaft sind die Sanktionen alles andere als optimal und es werden Milliarden-Verluste befürchtet. Experten schätzen das deutsche Firmen später stärker unter dem Wirtschaftskrieg leiden werden als russische Firmen. Kanzlerin Angela Merkel sieht diese „Warnung“ an Russland als „unumgänglich“. Nun liegt es in russischer Hand den Konflikt zu lösen und zu einer Zusammenarbeit zu kommen.

In der Rangliste der wichtigsten Handelspartner Deutschlands (2013), belegte Russland den 11.Platz. Insgesamt wurden Waren im Wert von 36,1 Milliarden Euro nach Russland exportiert. Besonders Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagen-teile standen oben auf der Liste.

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