Merkel und Putin

Wirtschaftssanktionen für Putin durch die USA

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Wieder Verschärfungen der Wirtschaftssanktionen seitens der USA gegenüber Russland. Energie- und Rüstungsfirmen sind betroffen, doch ein Einlenken der russischen Regierung ist nicht zu erwarten. Im Gegenteil, Putin warnt Washington und sieht sogar Nachteile für die US Wirtschaft.

Das Ziel der USA war laut Verkündung von US Präsident Obama, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen, um den Druck gegen die russische Regierung zu erhöhen, ohne die eigene Wirtschaft zu schädigen. Die Russen reagierten allerdings mit einem wörtlichen Kopfschütteln und warnen sogar vor negativen Folgen für die amerikanische Wirtschaft. Die Sanktionen hätten einen Bumerraneffekt und würden das Verhältnis zwischen Russland und der USA in eine Sackgasse führen und schwere Schäden anrichten, so Putin.

Im Detail hatte Putin zu dem Zeitpunkt der Aussage die Sanktionen nicht mal angesehen. Trotzdem sei er sich sicher, dass langfristig die US Wirtschaft schaden davon tragen würde. Beispielsweise wären US Konzerne im vergleich zu anderen globalen Unternehmen nicht mehr wettbewerbsfähig, wenn sie Geschäfte in Russland machen wollten.

Sanktioniert wurden aktuell vor allem Banken, Energie- und Rüstungskonzerne. Hier sind Unternehmen wie Kalaschnikow, Gazprombank, Novatek und der staatliche Energiekonzern Rosneft. Die Rosneft-Führung zeigte sich über die verhängten Sanktionen empört. Kürzlich erst hatten der US-Konzern Exxon Mobil und die britische BP engere zusammenarbeit mit Rosneft angekündigt.

Sergej Riabkow, der russische Außenmenister kündigte härtere Gegenmaßnahmen gegen die Amerikaner an.

Nicht nur die Russen verschärfen ihre Wirtschaftssanktionen

Auch der Westen hat die Zügel strammer gezogen. Die Sanktionen seitens des EU beschränken sich allerdings auf Unternehmen, die zur Destabilisierung der Ukraine beitragen. Betroffene Konzerne sind von Geschäften mit EU Unternehmen ausgeschlossen, außerdem stehen die EU Vermögenswerte nicht mehr zur Verfügung.
Der Vorwurf des Westens und der USA ist weiterhin, dass die Russen nicht zur Beruhigung der Lage in der Ost-Ukraine beitragen. Waffenlieferungen sollen nicht unterbunden worden sein. Das ist der Grund, warum die Maßnahmen sich nicht nur noch auf Einreiseverboten und eingefrorene Konten beschränken.

In der Ukraine zeichnet sich allerdings eine leichte Entspannung der Situation ab. Die Pro-Russischen Seperatisten sind zu Gesprächen per Videokonferenz bereit. Am heutigen Donnerstag sollen erste Gespräche stattfinden.
Bleibt nur zu hoffen, dass hier bald wieder Ruhe einkehrt und die seit mitte April anhaltenden Kämpfe bald ein Ende haben.

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