Schäuble und die Tabaksteuer

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Insgesamt 18 Milliarden Euro, soviel hat der deutsche Bund mit Genuss-steuern im vergangenen Jahr eingenommen. Davon kamen allein rund 14 Milliarden aus der Tabaksteuer. Stolze Summen, die wohl dem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sehr erfreuen werden.

Oben erwähnte Daten, die vom Statistischen Bundesamt ermittelt wurden, zeigen das die Tabaksteuer nach der Mineralölsteuer die ertragreichste Verbrauchersteuer in Deutschland ist. Danach folgen die Branntweinsteuer mit 2.1 Milliarden Euro, die Kaffeesteuer mit 0,1 Milliarden Euro, die Biersteuer mit 0,7 Milliarden Euro, die Schaumweinsteuer mit 0,4 Milliarden Euro und als letztes die Alkopopsteuer (Mischung aus Softdrink und Alkohol) mit 0,2 Milliarden Euro.

Der Hauptanteil der gesamten Einnahmen stammen aus dem Verkauf von Zigaretten. Aber durch die Steuererhöhung im letzten Jahr sinkt die Zahl der versteuerten Zigaretten konstant. „Nur“ noch 80 Milliarden Zigaretten wurden letztes Jahr versteuert welches der niedrigste Wert seit der deutschen Wiedervereinigung ist.

Der Deutsche Zigaretten Verband (DZV) teilte mit, das im Jahre 2012 insgesamt 21,5 Milliarden unversteuerte Zigaretten geraucht wurden Und weitere 18,8 Milliarden Zigaretten die in anderen EU-Mitgliedstaaten oder aus Duty – Free – Ware ganz unversteuert waren.

Das ergibt sich aus der Ipsos – Entsorgungsstudie die vom TÜV begleitet und vom HWWI (Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut) in ihrer Methodik bestätigt wurde. 2,7 Millionen Schmuggelzigaretten, die überwiegend aus der Ukraine und Russland kamen, verursachen ökonomische Schäden von schätzungsweise 600 Millionen Euro im Jahr. Für die Industrie und den Handel ergaben sich im Jahre 2012 durch die 21,5 Milliarden in Deutschland nicht versteuerten Zigaretten ein Steuerschaden von bis zu 1,2 Milliarden Euro.

Noch im Jahre 2002 hat eine Schachtel Zigaretten mit 19 Zigaretten 3,00 Euro gekostet. Im Vergleich zu heute bekommt man die gleiche Menge für durchschnittlich 5,20 Euro.

 

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