Gegenstromverfahren

Retrograde und progressive Planung

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Die retrograde und die progressive Planung stellen zwei ähnliche Koordinationsverfahren zur Organisation betrieblicher Planung mit einem wesentlichen Unterschied dar.

Die retrograde Planung (auch top-down-Planung genannt) beschreibt die Koordination von Teilplänen von oben nach unten. Die Geschäftsführung stellt einen Rahmenplan auf der dann von den nächst kleineren Instanzen im Unternehmen (z.B. Abteilungsleiter) in Teilpläne zerlegt wird. Veranschaulicht wird das am besten mit folgender Grafik:

retrograde Planung

retrograde Planung

Die einzelnen Teilpläne können nun als neuer Rahmenplan für noch kleinere Instanzen (z.B. Teamchef) genutzt werden und ggf. wiederum zu Teilplänen gesplittet werden. Den meisten Nutzen hat bei dieser Methode die Geschäftsführung, da der Rahmenplan von oben nach Unten verfeinert wird, sie gibt also die Richtung vor.

Die progressive Planung (auch bottom-up-Planung genannt) wiederum ist ähnlich aufgebaut allerdings erfolgt hier die Planung von unten nach oben. Jedes Team stellt seinen Plan auf, der dann zur weiteren Koordination von der nächst höheren Instanz bearbeitet und zu einem Gesamtplan zusammengefügt wird. Der Vorteil der progressiven Planung besteht darin, dass die betriebliche Planung von denen ausgeht, die täglich mit den Aufgaben konfrontiert sind.

progressive Planung

progressive Planung

Ein weiteres drittes Modell zur Koordinierung von Teilplänen stellt das Gegenstromverfahren. Das Gegenstromverfahren ist ein Mix aus der progressiven und retrograden Planung und verbindet beide Vorteile. Die Planung verläuft wie der Name schon vermuten lässt Gegenläufig:

Gegenstromverfahren

Gegenstromverfahren

Die Geschäftsführung gibt wieder einen Rahmenplan vor der nach unten „abgearbeitet“ wird. Von der letzten Instanz erfolgt nun die Überprüfung der Machbarkeit des entwickelten Plans.

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