Staatsverschuldung Italien

Italiens Staatsverschuldung weiterhin enorm

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Italiens Staatsverschuldung steigt weiterhin rasant. Die Rechnungen an Unternehmen ihres Landes können nicht mehr beglichen werden und Italien steht kurz vor einem Kollaps. Anleger befürchten nun, das die Wirtschaft in Italien außer Kontrolle gerät

Nach Angaben der Zentralbank liegt die Summe bei 75 Milliarden Euro. Obwohl Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi im März versprochen hatte bis zum Sommer alle Schulden zurück zuzahlen, verschob er die Begleichung der offenen Rechnungen erneut. Aus Geldmangel gab es Fabrikschließungen, Angestellte wurden bereits entlassen und Liquiditätsprobleme sammeln sich. Trotzt der äußerst schlechten Situation erhält der Staat auf den Finanzmärkte, Geld so billig wie niemals zuvor.

Wirtschaftsminister Pier Carlo nahm das Versprechen des Ministerpräsidenten zurück und versprach, dass die Forderung bis Ende des Jahres beglichen werden soll. Wie sich nun herausstellte steigt die Staatsschuldenquote rapide in die Höhe. Zuletzt lag sie bei 135,6 Prozent. Nur noch Griechenland steht mit 174,1 Prozent noch schlechter da. Mit unter 2,7 Prozent erreichten die Zinsen italienischer Staatsleihen einen neuen Tiefstand.

Verglichen mit anderen Krisenländern, sind die Staatsdefizite im Land Italiens noch gemäßigt. Dennoch steht der italienische Staat vor neuen Herausforderungen. Italien muss jährlich enorme Summen an seine Gläubiger zurückzahlen und parallel dazu neue Kreditgeber finden. Was sicherlich eine weitere Hürde darstellen dürfte.

Trotzt weiterhin politischer Unsicherheitsfaktoren in Italien meldeten sich ausländische Investoren zurück. Unter anderem Malta und Litauen.„Es ist dringen notwendig, dass ausländische Investoren mehr italienischen Bonds erwerben“, sagte Analystin Chiara Manenti von Intesa Sanpaolo. Es muss also weiter gezittert werden bis Italien die Finanzkrise hinter sich lässt, wann genau wieder mehr Stabilität in das Europäische Land einkehrt ist bisweilen noch völlig offen.

 

 

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