Archiv für Unternehmen

EU Sanktionen gegen Russland

Mittelstand mit Angst vor Sanktionen gegen Russland

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Heute beraten die EU-Außenminister wieder über weitere Sanktionen gegen Russland und die russische Wirtschaft. Weitere Sanktionen sollen zwar nicht beschlossen werden, aber es wird über das weitere Vorgehen beraten. Grund für mittelständische deutsche Unternehmen ins Schwitzen zu geraten. In einem Wirtschaftskrieg gegen Russland gibt es nur verlierer, so warnt der Mittelstandsverband.
Zwangsmaßnahmen gegen russische Firmen würden den deutschen Mittelstand hart treffen, da die meisten der etwa 6300 Unternehmen, die in Russland aktiv sind, klein- oder mittelständische Unternehmen sind. Auf jede vierte Firma in Deutschland die sich auf den Export spezielisiert hat, würden Wirtschaftssanktionen zutreffen.

Zuletzt hatten die USA ihre Strafmaßnahmen gegen die Russen verschärft. Hier von waren vor allem russische Banken, Rüstungsfirmen und Energiekonzerne betroffen. Experten gehen davon aus, dass diese Sanktionen Russlands Wirtschaftskrise weiter belasten. Grund zur Annahme ist, dass die US Banken die Russen ausgesperrt haben. Geld gibt es zwar auch in Asien, allerdings müssen die Russen dadurch wohl tiefer in die Tasche greifen und durch höhrere Zinsin wird zwangsläufig weniger investiert. Die fehlende Investition ist in Russland sowieso schon längst ein Problem, auch vor der Krise.

Für deutsche Firmen bedeuten Sanktionen gegen Russland also auch Rückschläge. Sollte es zu einer richtigen Rezession kommen, könnte das gesamte Wachstum in Deutschland um 0,5 Prozent sinken. Viele Unternehmen in Deutschland rechnen schon jetzt mit Problemen, da sich russische Firmen bereits nach Alternativen umschauen, falls die Deutschen bald aufgrund von Sanktionen nicht mehr liefern können.

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Merkel und Putin

Wirtschaftssanktionen für Putin durch die USA

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Wieder Verschärfungen der Wirtschaftssanktionen seitens der USA gegenüber Russland. Energie- und Rüstungsfirmen sind betroffen, doch ein Einlenken der russischen Regierung ist nicht zu erwarten. Im Gegenteil, Putin warnt Washington und sieht sogar Nachteile für die US Wirtschaft.

Das Ziel der USA war laut Verkündung von US Präsident Obama, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen, um den Druck gegen die russische Regierung zu erhöhen, ohne die eigene Wirtschaft zu schädigen. Die Russen reagierten allerdings mit einem wörtlichen Kopfschütteln und warnen sogar vor negativen Folgen für die amerikanische Wirtschaft. Die Sanktionen hätten einen Bumerraneffekt und würden das Verhältnis zwischen Russland und der USA in eine Sackgasse führen und schwere Schäden anrichten, so Putin.

Im Detail hatte Putin zu dem Zeitpunkt der Aussage die Sanktionen nicht mal angesehen. Trotzdem sei er sich sicher, dass langfristig die US Wirtschaft schaden davon tragen würde. Beispielsweise wären US Konzerne im vergleich zu anderen globalen Unternehmen nicht mehr wettbewerbsfähig, wenn sie Geschäfte in Russland machen wollten.

Sanktioniert wurden aktuell vor allem Banken, Energie- und Rüstungskonzerne. Hier sind Unternehmen wie Kalaschnikow, Gazprombank, Novatek und der staatliche Energiekonzern Rosneft. Die Rosneft-Führung zeigte sich über die verhängten Sanktionen empört. Kürzlich erst hatten der US-Konzern Exxon Mobil und die britische BP engere zusammenarbeit mit Rosneft angekündigt.

Sergej Riabkow, der russische Außenmenister kündigte härtere Gegenmaßnahmen gegen die Amerikaner an.

Nicht nur die Russen verschärfen ihre Wirtschaftssanktionen

Auch der Westen hat die Zügel strammer gezogen. Die Sanktionen seitens des EU beschränken sich allerdings auf Unternehmen, die zur Destabilisierung der Ukraine beitragen. Betroffene Konzerne sind von Geschäften mit EU Unternehmen ausgeschlossen, außerdem stehen die EU Vermögenswerte nicht mehr zur Verfügung.
Der Vorwurf des Westens und der USA ist weiterhin, dass die Russen nicht zur Beruhigung der Lage in der Ost-Ukraine beitragen. Waffenlieferungen sollen nicht unterbunden worden sein. Das ist der Grund, warum die Maßnahmen sich nicht nur noch auf Einreiseverboten und eingefrorene Konten beschränken.

In der Ukraine zeichnet sich allerdings eine leichte Entspannung der Situation ab. Die Pro-Russischen Seperatisten sind zu Gesprächen per Videokonferenz bereit. Am heutigen Donnerstag sollen erste Gespräche stattfinden.
Bleibt nur zu hoffen, dass hier bald wieder Ruhe einkehrt und die seit mitte April anhaltenden Kämpfe bald ein Ende haben.

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Wirtschaftsvertreter treffen Milliardenabkommen

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Beim Besuch von Kanzlerin Angela Merkel haben deutsche Wirtschaftsvertreter Abkommen in Milliardenhöhe in China getroffen. Airbus, Lufthansa, VW – nicht weniger große Namen sind hier zu nennen. VW baut sogar gleich zwei neue Werke in China. Hier ist es zwischen der Volkswagen AG und dem Chinesischen Automobilhersteller FAW zur Einigung gekommen. Pro Werk geht es um ein Investitionsvolumen von etwa einer Milliarde Euro! Geplant sind die Werke für Qingdao und Tianjian.

Der Grund für Merkels Besuch in China war vorrangig der Ausbau der Handelsbeziehungen zwischen Deutschand und China, es sollten allerdings auch Menschenrechtsthemen angesprochen werden. Hierzu äußerte sich die Kanzlerin öffentlich allerdings nicht.
Merkel sprach gegenüber der Chinesischen Regierung aus, dass sich die Deutsche Wirtschaft einen leichteren Zugang zum Chinesischen Markt wünsche. Mehr Transparenz und Gleichheit sei das Ziel.

Airbus durfte auch einen großen Deal verkünden. Unter Anwesenheit der deutschen Kanzlerin und des chinesischen Premiers Li Keqiang wurde die Lieferung von 100 Hubschraubern für umgerechnet rund 300 Millionen Euro beschlossen.

Ein weiteres Abkommen gab es zwischen der Lufthansa und Air China. Man möchte die Zusammenarbeit im Luftverkehr durch neue Angebote und Anschlüsse erweitern.

Die Deutsche Messe lud die Chinesen zur Computermesse Cebit 2015 als Gastland ein.

Die Chinesen befinden sich aktuell in einer schwierigen Wirtschaftslage. Ein Wachstum von 7,5% ist laut Ministerpräsident Li Keqiang in diesem Jahr das Ziel. Den Abwärtsdruck, mit dem China aktuell zu kämpfen hat, wolle man laut Li Keqiang trotzen. Durch Reformen und Öffnung wolle man weitere Impulse in die Chinesische Wirtschaft geben. Das scheint erfolgreich zu sein, so ist das Ziel von 7,5% im ersten Quartal nur um 0,1% verfehlt. Die Chinesische Wirtschaft wächst stabil und die Kreditvergabe an kleinere und mittlere Unternehmen solle in Zukunft vereinfacht werden, um den Aufschwung beizubehalten.

Am heutigen Montagmittag trifft Kanzlerin Merkel an Ihrem bislang längsten Besuch in China noch auf Staatspräsident Xi Jinping. Das ist dann Merkels zweite und letzte Station in China. Dienstag geht es wieder Richtung Heimat.

Klingt alles in allem nach einer recht erfolgreichen Reise, mit der die Kanzlerin im Bezug auf die deutsche Wirtschaft zufrieden sein darf. Was die Menschenrechte in China angeht, sieht das wohl noch ein wenig anders aus.

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