Steuern

Beihilfe zur Steuerhinterziehung – Schweizer Großbank UBS zahlt 300 Millionen Euro Strafe

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Um den Streit über die Beihilfe zur Steuerhinterziehung ein Ende zu setzen, hat die Schweizer Großbank UBS, mit den Bochumer Steuerbehörden sich auf eine Summe von 300 Millionen Euro als Strafzahlung festgelegt. Grund hierfür waren die vom Land Nordrhein-Westfalen gekaufte Steuer-CDs mit Daten der mutmaßlichen Steuerhinterzieher. Es ist die bislang höchste Strafe, die ein Schweizer Konzern in Deutschland jemals bezahlen musste.

Trotz des Vorwurfs steigerte die Bank ihren Gewinn unerwartet um 792 Millionen Schweizer Franken ( ~650 Millionen Euro).

Schon 2009 musste sich die Schweizer Großbank an der Beteiligung von Steuerhinterziehung verantworten und akzeptierte eine radikale Strafe von 780 Millionen Dollar. Damals hat die Bank 19.000 Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen und rund 18 Milliarden Dollar verschleiert. Später wurden an die US- Regierung  insgesamt 4.700 Kundendaten geliefert.

Eine Rekordstrafe musste auch die Credit Suisse (CS) begleichen. Die Großbank hatte ebenfalls US-Bürgern bei der Hinterziehung von Steuern geholfen. 2,6 Milliarden Dollar wurden überwiesen um den Steuerstreit in den USA zu begleichen. Dies ist somit auch die höchste Strafe die jemals in den USA für steuerrechtliche Vergehen verhängt wurde..

Zur Information:

Die UBS AG ist eine Schweizer Großbank. Ihr Hauptsitz befindet sich in Zürich und Basel. Ihre Niederlassungen ist in 50 Ländern vertreten und gehört somit zu einer der 28 Großbanken, die vom Financial Stability Board, eingestuft werden. Sie stehen unter einer strengen Überwachung und besonderen Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital. 2007 wurde die UBS als eine der größten Vermögensverwaltungen der Welt geschätzt. Kundengelder in Höhe von 3.189 Milliarden Schweizer Franken wurde Ende 2007 verwaltet.

Jährlich bietet die UBS 300 freie Ausbildungsplätze sowie Praktika an. Durchschnittlich wurden 70 Prozent aller Lehrabgänger übernommen. 2009 sank die Übernahme auf 50 %. Neu eingeführte und befristete Arbeitsverträge wurden geschaffen.

 

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