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Bevölkerungs Entwicklung, demografischer Wandel

Demografischer Wandel in Niedersachsen

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Schon lange ist abzusehen, dass durch die ständige sinkende Geburtenrate und die Landflucht ein negativer demografischer Wandel statt findet, bis 2030 sollen überall Arbeitsplätze verloren gehen. Anders in Niedersachsen. Für den westlichen Teil sehen Ökonomen eine wunderbare Zukunft. Es wurde analysiert, welche Auswirkung die Entwicklungen in den kommenden 16 Jahren auf den gesamten deutschen Arbeitsmarkt haben.

Laut einer Berechnung vom Hamburger Weltwirtschaftsinstituts wird im Jahr 2030 das westliche Niedersachsen ein von jungen Menschen bevölkerter Landstrich sein, der dem demografischen Wandel trotzt.

Es gibt nicht viele Orte, an dem Arbeitsplätze geschaffen werden.Durch die Landflucht und die sinkende Geburtenrate verschwinden in vielen Gegenden Arbeitsplätze. Anders ist das in den Landkreisen Emsland, Cloppenburg und Vechta in Niedersachsen. Hier wird der Arbeitsmarkt im Gegensatz besonders schnell wachsen. Bis zu 12% wachstum am Arbeitsmarkt wird hier teilweise erwartet.

Zu verdanken hat die Region das Wachstum der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie, die in den letzten Jahrzehnten vollkommene Strukturen in dem Gebiet gebildet haben. Für alle Schritte in der Produktion gibt es Firmen direkt aus der Region. Ob Zucht, Schlachtung, oder spezieller Transport, alles ist räumlich ansässig.

Gelockt werden Arbeitnehmer schlichtweg durch eine günstige demografische Entwicklung. Günstiger Wohn- und Lebensraum für Familien laden Mitarbeiter regeltrecht in das Emsland ein.

Negativer demografischer Wandel im Osten

Im Osten sieht die Entwicklung wieder deutlich anders aus. Experten erwarten bis zum Jahr 2022 einbußen an Arbeitsplätzen von bis zu 22%. Bis zu jeden dritten erwerbsfähigen Arbeiter verlieren einige Kreise im Osten.
Ausgenommen oder nur leicht getroffen von dieser Entwicklung sind die metropolen wie Berlin, Leipzig, Dresden. Eine katastrophale Entwicklung, da sich Arbeitsplätze in die Regionen verschieben, in der zumeist genug qualifizierte Arbeitnehmer vorhanden sind.
Bis 2030 wird durch diesen Bevölkerungsschwund jeder zehnte Arbeitsplatz verloren gehen.
Ein solcher demografischer Wandel zieht weit mehr Folgen mit sich.

Ein Beispiel ist nur dass sich in Niedersachsen die betroffenen Gemeinden die Frage stellen müssen, ob Schulen und Kitas ausreichen – im Osten muss man über Schließungen nachdenken.

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EU Sanktionen gegen Russland

Mittelstand mit Angst vor Sanktionen gegen Russland

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Heute beraten die EU-Außenminister wieder über weitere Sanktionen gegen Russland und die russische Wirtschaft. Weitere Sanktionen sollen zwar nicht beschlossen werden, aber es wird über das weitere Vorgehen beraten. Grund für mittelständische deutsche Unternehmen ins Schwitzen zu geraten. In einem Wirtschaftskrieg gegen Russland gibt es nur verlierer, so warnt der Mittelstandsverband.
Zwangsmaßnahmen gegen russische Firmen würden den deutschen Mittelstand hart treffen, da die meisten der etwa 6300 Unternehmen, die in Russland aktiv sind, klein- oder mittelständische Unternehmen sind. Auf jede vierte Firma in Deutschland die sich auf den Export spezielisiert hat, würden Wirtschaftssanktionen zutreffen.

Zuletzt hatten die USA ihre Strafmaßnahmen gegen die Russen verschärft. Hier von waren vor allem russische Banken, Rüstungsfirmen und Energiekonzerne betroffen. Experten gehen davon aus, dass diese Sanktionen Russlands Wirtschaftskrise weiter belasten. Grund zur Annahme ist, dass die US Banken die Russen ausgesperrt haben. Geld gibt es zwar auch in Asien, allerdings müssen die Russen dadurch wohl tiefer in die Tasche greifen und durch höhrere Zinsin wird zwangsläufig weniger investiert. Die fehlende Investition ist in Russland sowieso schon längst ein Problem, auch vor der Krise.

Für deutsche Firmen bedeuten Sanktionen gegen Russland also auch Rückschläge. Sollte es zu einer richtigen Rezession kommen, könnte das gesamte Wachstum in Deutschland um 0,5 Prozent sinken. Viele Unternehmen in Deutschland rechnen schon jetzt mit Problemen, da sich russische Firmen bereits nach Alternativen umschauen, falls die Deutschen bald aufgrund von Sanktionen nicht mehr liefern können.

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Falschgeld 30 Euro Schein

Falschgeld-Flut in Deutschland

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Der Falschgeldbetrug in Deutschland nimmt zu. Im ersten Halbjahr 2014 hat die Bundesbank 25000 Blüten aus dem Verkehr gezogen.
Erst kürzlich hat ein Fälscher-Duo versucht einen Oldtimer mit schlecht gefälschten 500ern zu bezahlen. Die meisten Fälscher allerdings rühren die 500er nicht an. Im ersten Halbjahr 2014 stellte die Bundesbank gerade mal 684 gefälschte 500er sicher. Das sind allerdings trotzdem mehr als im gesamten letzten Jahr und drei mal so viele wie im zweiten Halbjahr 2013.
Die meisten 500er Blüten stammen wohl von dem besagt Fälscher-Duo. Ein Vater Sohn Gespann, dass mit den falschen 500ern Oldtimer gekauft hat und dabei mit Geldbündeln bezahlt hat, wo nur oben und unten Scheine echt waren. Das Falschgeld war zuhause im Büro mit einem einfachen Tintenstrahldrucker hergestellt, ohne Sicherheitsmerkmale und ohne großen Aufwand. 560 Blüten im Wert von 280.000 Euro brachten die beiden Fälscher so in den Umlauf.

Ein Fall von diesem Ausmaß ist allerdings eher selten. Vor allem treibt ein solcher Fall die Schadenshöhe im letzten Halbjahr deutlich nach oben. So lag der Schaden im 2. Halbjahr 2013 noch bei 1,1 Millionen Euro, sind es im ersten Halbjahr 2014 schon 1,5 Millionen Euro.

So primitiv wie das Fälscher-Duo gehen die Banden allerdings selten vor. Wenn 500 Euro scheine gefälscht werden, sind meistens Profis am Werk, die sogar versuchen die Sicherheitsmerkmale wie das Wasserzeichen zu imitieren. Bei den größeren Scheinen investieren die Fälscher deutlich mehr Arbeit.
5 Euro Scheine hingegen werden so gut wie gar nicht gefälscht, da es sich einfach nicht lohnt. Der Aufwand gegenüber dem Scheinwert ist nicht gerechtfertigt.
Am häufigsten werden 20er und 50er gefälscht, da diese am einfachsten in den Umlauf zu bringen sind. Kaum eine Tankstelle nimmt 500er Noten an und wenn, sind meist Prüfgeräte vorhanden, die die Blüten schnell entlarven.
Jede zweite Blüte ist ein 50er, jede dritte ein 20er. 25.000 Blüten und damit 27% mehr als im vorherigen Halbjahr zogen die Behörden aus dem Verkehr.

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Merkel und Putin

Wirtschaftssanktionen für Putin durch die USA

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Wieder Verschärfungen der Wirtschaftssanktionen seitens der USA gegenüber Russland. Energie- und Rüstungsfirmen sind betroffen, doch ein Einlenken der russischen Regierung ist nicht zu erwarten. Im Gegenteil, Putin warnt Washington und sieht sogar Nachteile für die US Wirtschaft.

Das Ziel der USA war laut Verkündung von US Präsident Obama, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen, um den Druck gegen die russische Regierung zu erhöhen, ohne die eigene Wirtschaft zu schädigen. Die Russen reagierten allerdings mit einem wörtlichen Kopfschütteln und warnen sogar vor negativen Folgen für die amerikanische Wirtschaft. Die Sanktionen hätten einen Bumerraneffekt und würden das Verhältnis zwischen Russland und der USA in eine Sackgasse führen und schwere Schäden anrichten, so Putin.

Im Detail hatte Putin zu dem Zeitpunkt der Aussage die Sanktionen nicht mal angesehen. Trotzdem sei er sich sicher, dass langfristig die US Wirtschaft schaden davon tragen würde. Beispielsweise wären US Konzerne im vergleich zu anderen globalen Unternehmen nicht mehr wettbewerbsfähig, wenn sie Geschäfte in Russland machen wollten.

Sanktioniert wurden aktuell vor allem Banken, Energie- und Rüstungskonzerne. Hier sind Unternehmen wie Kalaschnikow, Gazprombank, Novatek und der staatliche Energiekonzern Rosneft. Die Rosneft-Führung zeigte sich über die verhängten Sanktionen empört. Kürzlich erst hatten der US-Konzern Exxon Mobil und die britische BP engere zusammenarbeit mit Rosneft angekündigt.

Sergej Riabkow, der russische Außenmenister kündigte härtere Gegenmaßnahmen gegen die Amerikaner an.

Nicht nur die Russen verschärfen ihre Wirtschaftssanktionen

Auch der Westen hat die Zügel strammer gezogen. Die Sanktionen seitens des EU beschränken sich allerdings auf Unternehmen, die zur Destabilisierung der Ukraine beitragen. Betroffene Konzerne sind von Geschäften mit EU Unternehmen ausgeschlossen, außerdem stehen die EU Vermögenswerte nicht mehr zur Verfügung.
Der Vorwurf des Westens und der USA ist weiterhin, dass die Russen nicht zur Beruhigung der Lage in der Ost-Ukraine beitragen. Waffenlieferungen sollen nicht unterbunden worden sein. Das ist der Grund, warum die Maßnahmen sich nicht nur noch auf Einreiseverboten und eingefrorene Konten beschränken.

In der Ukraine zeichnet sich allerdings eine leichte Entspannung der Situation ab. Die Pro-Russischen Seperatisten sind zu Gesprächen per Videokonferenz bereit. Am heutigen Donnerstag sollen erste Gespräche stattfinden.
Bleibt nur zu hoffen, dass hier bald wieder Ruhe einkehrt und die seit mitte April anhaltenden Kämpfe bald ein Ende haben.

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Weltmeisterschaft Aufschwung

Wirtschafts-Aufschwung durch WM?

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Nach dem glorreichen Triumpf bei der Weltmeisterschaft unserer Nationalelf ist ganz Deutschland im siebten Fußballhimmel. Doch ist diese Freude auch in der Konsumlaune der Deutschen wieder zu finden? Haben die Unternehmen etwas von der WM?

Im Einzelhandel wird ein kleiner Schwung erwartet. Da sich die Konsumlaune aber eh schon auf einem sehr guten Niveau befindet, ist das „nur“ noch das Sahnehäuptchen.

Die deutsche Spielweise und die Art, mit der sich unsere Mannschaft präsentiert hat, hat uns zweifelsohne in der ganzen Welt beliebt gemacht. Positive Meldungen aus allen Teilen der Erde. Deshalb erwartet die Bundesagentur für Arbeit auch, dass deutsche Produkte und Dienstleistungen auch im Bezug auf das Ausland neuen Antrieb erhalten und dass sich so der ein oder andere Arbeitslose wieder aktiv auf dem Arbeitsmarkt einbringen kann.

Wenn Millionen Menschen ein positives Erlebnis haben, kann sich das auch positiv auf die Konsumstimmung in Form eines Aufschwung’s auswirken. Die Werte verbesserten sich in den Vergangenen Jahren wie 2006 immer im Zusammenhang mit der deutschen Nationalmannschaft. Im großen und ganzen ist allerdings eher mit einer minimalen, kurzweiligen Verbesserung zu rechnen. Dauerhaft spürbaren Aufschwung bei der aktuell sehr guten Konsumstimmung zu erwarten, wäre viel zu optimistisch.
Die Bundesregierung sieht das ähnlich und das Bundeswirtschaftsministerium ließ verlauten, dass sich an den aktuellen Prognosen nichts ändern wird.

Wer aber profitiert vom Aufschwung der WM?

An erster Stelle stehen hier selbstverständlich die Sportgeschäfte. Der Absatz für Bälle und Trikots dürfte gerade exorbitant angestiegen sein bzw immer noch ansteigen. Engpässe werden in diesen Tagen wohl zum Alltag gehören.
Ein ganz besonderes Gut durfe in den letzten Wochen aber auch in vielen Haushalten nicht fehlen, wenn der Ball rollte. Bierbrauereien haben während der WM ein Umsatzplus von 4% erzielt.
Auch TV-Geräte wurden im Juni mit 40% Mehr-Umsatz beflügelt.

An der Börse war ebenfalls ein Aufwind zu spüren. Nachdem der DAX letzte Woche mit Verlusten geschlossen hatte, ging es diese Woche am Montag um 0,7% auf 9733 Punkte bergauf.
Hier lässt sich auch gleich der größte Gewinner der WM fest machen. Adidas durfte den größten Aufschwung verzeichnen. Hier ging es für den Ausrüster der DFB Elf mit 2,7% pro Aktie deutlich nach oben.

Wie immer gibt es Gewinner und Verlierer bei der WM. National gesehen dürfen wir uns Sportlich als auch Wirtschaftlich wohl eher zu den Gewinnern zählen.

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kreditaufloesung

Vorzeitige Kreditauflösung – Banken kassieren!

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Die aktuellen Zinskosten sind extrem niedrig. Grund für viele Kreditbesitzer sich über einen günstigeren Kredit Gedanken zu machen. Die Kreditauflösung ist aktuell ein Thema wie nie. Immobilienbesitzer wollen den teureren alten Kredit los werden und auf ein günstigeres Modell umschulden. Das lassen sich die meisten Banken allerdings ordentlich bezahlen! Wer jetzt seinen Kredit auflöst, zahlt eine Vorfälligkeitsentschädigung von über zehn Prozent.

Der Kredit fürs selbsterbaute Eigenheim kostet im Moment um die zwei Prozent und das ist Rekord. Da ist der Gedanke einer Umschuldung nicht der schlechteste, wenn man für den alten Kredit doch noch deutlich mehr zahlt. Die Auflösung ist allerdings viel zu teuer, melden auch Verbraucherschützer. Das gilt natürlich ebenfalls für die Autofinanzierung.
2008 konnten Verbraucher für eine vorzeitige Auflösung mit etwa vier Prozent vom noch offenen Betrag rechnen, 2013 waren es weit über zehn – und damit ist Deutschland in Europa spitzenreiter.

Schuld daran sind die Berechnungsmethoden der Bank. Hier wird der Zinsausfall mit Vorteil für die Banken berechnet oder es werden Sondertilgungsrechte ignoriert. Auch Kosten für Verwaltung können Schuld sein, wenn diese viel zu hoch angesetzt werden. Banken lassen sich Ihre Verluste durch die vorzeitige Auflösung so oder so gut bezahlen. Grund dafür ist zum Beispiel der vorzeitige Verkauf der Immobilie womit dann die offene Schuld beglichen werden soll, das kommt beispielsweise häufig bei Scheidungen vor.

Der Grund für die hohen Entschädigungen der Banken ist schnell erklärt. Wird der Kredit aufgelöst, entgeht ihr viel Geld durch die Zinsen die bei vollständiger Laufzeit angefallen wären. Wenn sie das Geld neu verleiht, kann sie aktuell nur niedrige Zinsen verlangen und verdient weniger als mit dem alten Kredit. Um diesen Ausfall zu kompensieren berechnet sie die Gebühren.
Laut Verbraucherschützern ist aber in zwei von drei Fällen diese Gebühr extrem überhöht. Deswegen fordern sie, dass die Berechnung transparenter wird und wünschen sich Vorgaben für eine standardisierte Berechnung. Von höchstens fünf Prozent ist die Rede.

Bleibt abzuwarten, wie sich die vorzeitige Kreditauflösung entwickelt.

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Autokredit-Auto-PKW-Finanzierung-Vergleich

Kredit-Finanzierung beim Autokauf

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Die richtige Finanzierung beim Autokauf ist dem ersten Eindruck nach leicht. Null Prozent Finanzierung und der Kredit ist umsonst, oder?
Ein neues Auto kostet sehr viel Geld. Durch die Null Prozent Finanzierung kann das teure Auto aber schnell noch teurer werden. Es kann sich lohnen, auf einen höheren Zins zu setzen.
Hier gibt es jetzt ein paar Inspirationen, wie der richtige Kredit gefunden werden kann.

Ein Neuwagen ist der häufigste Grund für die Verschuldung der Deutschen. Das heißt in Zahlen, dass sich 27% der 25 bis 45 Jährigen für einen Neuwagen verschulden. Es ist der Traum vieler Autofahrer, ein mal ein neues Auto zu kaufen – und das geht in vielen Fällen nicht aus der Tasche, sondern per Kredit. Wer jetzt nicht aufpasst, zahlt am Ende mehr, als nötig. Ein Schnellschuss und damit der Griff zur angeblich offensichtlich (lukrativen?) Null Prozent Finanzierung ist der falsche Weg. Vergleichen und vor allem die Bedingungen genauer unter die Lupe zu nehmen lohnt sich.
Alleine wer den Fahrzeugbrief als Sicherheit bei der Bank hinterlegen kann, darf oft mit verbesserten Konditionen rechnen. Es gibt aber weit mehr zu beachten.
Die angebotene Null Prozent Finanzierung ist erschlägt einen oft mit einer hohen Tilgung, wodurch es den Verbrauchern kaum möglich ist, zu sparen und ein Vermögen aufzubauen. Hier gilt: je kleiner die Anzahlung und je größer die Schulden, desto länger braucht der Verbraucher für die Tilgung.
Durch eine ewige Tilgung kommt man schnell in die Situation, dass man dauerhaft ein Auto kaufne muss, welches für neue Schulden sorgt. Das eine Auto ist gerade bezahlt, da ist schon wieder ein Neues notwendig. Diese Verbraucher haben kaum Möglichkeiten, sinnvoll in die Altersvorsorge zu investieren, was natürlich nicht vernachlässigt werden sollte. Ähnliches gilt natürlich für einen Bausparvertrag.
Es sollte darauf geachtet werden, dass durch kleine, augenscheinlich erschwingliche Raten keine riesen Restschuld und damit hohe Schlussrate erforderlich wird, hier kann es dann schnell zu Probleme kommen. Am besten ist eine größtmögliche Tilgung, denn die besten Schulden sind eben gar keine.

Auch wenn ein Kredit mit niedrigem Zins verlocken aussieht, kann es sich lohnen, über eine andere Bank auf einen höheren Zins zurück zu greifen. Kann man das Auto auf einen Schlag bezahlen, erlassen einen die Händler oft einen Teil des Kaufpreises. Mit einem einfachen Dreisatz kann man ausrechnen, ob die Gesamtfinanzierung mit höherem Zins dann günstiger ist, als wenn man sich von dem Niedrigzins hat blenden lassen.

Beispiel:
Autokosten 25.000€
Barkauf mit Kredit von 7%

Bekommt man hier vom Händler einen Barzahlerrabatt von 8%, was nicht unüblich ist, hat man 2000€ gespart. So hat man effektiv 23.000€ Schulden aufzunehmen was einer Zinslast von 1610€ bei 7% entspricht. Gesamt: 24.610€.
Kauft man das Auto ohne Rabatt mit 3% Zinsen kauft man das Auto effektiv für 25.750€.

Für den Einzelfall gibt es einige Portale im Internet, die einen den individuellen Vorteil anzeigen.

Viele Verbraucher verkaufen das Auto, bevor der Kredit vollständig bezahlt ist und wollen mit dem Erlös dann den noch offenen Kredit tilgen. Bei der Kreditauflösung ist auch zu beachten, dass viele Banken eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Das darf zwar nicht mehr als ein Prozent der noch offenen Schuld betragen, allerdings erhöht man hierdurch wieder den effektiven Kaufpreis.

Wie die Entscheidung auch fällt. Ein genauer Vergleich der Finanzierung lohnt sich in jedem Fall, damit das Auto am Ende nicht teurer wird als gedacht!

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Wirtschaftsvertreter treffen Milliardenabkommen

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Beim Besuch von Kanzlerin Angela Merkel haben deutsche Wirtschaftsvertreter Abkommen in Milliardenhöhe in China getroffen. Airbus, Lufthansa, VW – nicht weniger große Namen sind hier zu nennen. VW baut sogar gleich zwei neue Werke in China. Hier ist es zwischen der Volkswagen AG und dem Chinesischen Automobilhersteller FAW zur Einigung gekommen. Pro Werk geht es um ein Investitionsvolumen von etwa einer Milliarde Euro! Geplant sind die Werke für Qingdao und Tianjian.

Der Grund für Merkels Besuch in China war vorrangig der Ausbau der Handelsbeziehungen zwischen Deutschand und China, es sollten allerdings auch Menschenrechtsthemen angesprochen werden. Hierzu äußerte sich die Kanzlerin öffentlich allerdings nicht.
Merkel sprach gegenüber der Chinesischen Regierung aus, dass sich die Deutsche Wirtschaft einen leichteren Zugang zum Chinesischen Markt wünsche. Mehr Transparenz und Gleichheit sei das Ziel.

Airbus durfte auch einen großen Deal verkünden. Unter Anwesenheit der deutschen Kanzlerin und des chinesischen Premiers Li Keqiang wurde die Lieferung von 100 Hubschraubern für umgerechnet rund 300 Millionen Euro beschlossen.

Ein weiteres Abkommen gab es zwischen der Lufthansa und Air China. Man möchte die Zusammenarbeit im Luftverkehr durch neue Angebote und Anschlüsse erweitern.

Die Deutsche Messe lud die Chinesen zur Computermesse Cebit 2015 als Gastland ein.

Die Chinesen befinden sich aktuell in einer schwierigen Wirtschaftslage. Ein Wachstum von 7,5% ist laut Ministerpräsident Li Keqiang in diesem Jahr das Ziel. Den Abwärtsdruck, mit dem China aktuell zu kämpfen hat, wolle man laut Li Keqiang trotzen. Durch Reformen und Öffnung wolle man weitere Impulse in die Chinesische Wirtschaft geben. Das scheint erfolgreich zu sein, so ist das Ziel von 7,5% im ersten Quartal nur um 0,1% verfehlt. Die Chinesische Wirtschaft wächst stabil und die Kreditvergabe an kleinere und mittlere Unternehmen solle in Zukunft vereinfacht werden, um den Aufschwung beizubehalten.

Am heutigen Montagmittag trifft Kanzlerin Merkel an Ihrem bislang längsten Besuch in China noch auf Staatspräsident Xi Jinping. Das ist dann Merkels zweite und letzte Station in China. Dienstag geht es wieder Richtung Heimat.

Klingt alles in allem nach einer recht erfolgreichen Reise, mit der die Kanzlerin im Bezug auf die deutsche Wirtschaft zufrieden sein darf. Was die Menschenrechte in China angeht, sieht das wohl noch ein wenig anders aus.

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boerse

Börse bejubelt billiges Geld

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Am 5. Juni 2014 hat es der DAX erstmal geschafft, die 10.000 Punktemarke zu knacken. Die wirklich lockere Geldpolitik der EZB sorgt für Begeisterung an der Börse und lies auch gestern den DAX wieder auf über 10.000 Punkte steigen. Doch wie lange hält dieser Höhenflug wohl an?

Einige Ökonomen sehen kein Ende, es sei weiter Luft nach oben, man solle sich aber auf zeitweilige Rückschlage einstellen.
Das heißt allerdings nun nicht, dass wir uns auf rosige Zeiten einstellen sollen oder dass alles im grünen Bereich ist. Dieses Niedrigzinsniveau bietet Platz für Übertreibungen und Spekulateure an unseren Finanzmärkten.
Genau aus diesem Grund meinen widerum andere Experten, dass man sich auf ähnliche Einbrücke wie 2004 (-12%) oder 2006 (-14%) einstellen solle.
Wie man es auch dreht. Die Kurse fliegen auf Rekordniveau und irgendwo muss eine Grenze sein. Anleger sollten also gewarnt sein und mit Vorsicht agieren.

Schlecht ist es, dass die Anlagen kaum Alternativen bieten. Zinsen gibt es im Prinzip im Euroraum fast keine mehr, sodass Festgeldkonten und Sparbücher quasi keine Rendite mehr erzielen. Wenn man überlegt, dass der DAX innerhalb des letzten Quartals 2,7% zugelegt hat, könnte man bei dieser vergleichsweise üppigen Rendite leichtsinnig werden.
Man beobachtet allerdings selten Privatanleger an der Börse. Nicht mal die Zinslage hat die Privatanleger Richtung Börse verschoben. Angst? Unwissen? Unerfahrenheit? Wohl von allem ein bisschen.

Ob nach oben oder unten, der Dax wird seinen Weg finden. Die Rahmenbedingungen für risikoreiche Anlagen sind gegeben. Wer sich der Gefahren bewusst ist, viel gewinnen möchte aber auch mit einer Marktkorrektur leben kann, sollte sich jetzt pudelwohl auf dem Parkett fühlen.

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